Stadionvielfalt

Fu?ball ist Gesellschaft und Gesellschaft ist vielf?ltig. Bei einem Besuch im Stadion trifft man auf Menschen unterschiedlicher Art. Hierbei muss es egal sein, welches Geschlecht, sexuelle Orientierung oder Hautfarbe eine Person hat, woher sie stammt, welchen Glauben sie verfolgt und wie alt sie ist - unser oberstes Ziel ist es, den Aufenthalt im "wohninvest WESERSTADION" für jeden Menschen so angenehm wie m?glich zu gestalten. Zur Erreichung dieses Ziels haben sich Werder und Werder-Fans verschiedenster diverser Themen angenommen. Unter den folgenden Links findet Ihr nützliche Informationen zum Thema Vielfalt im Stadion.

Anti-Diskriminierungs-AG

Seit jeher sind die Fans des SV Werder daran interessiert, aktiv gegen Rassismus und Diskriminierung, besonders im Umfeld des "wohninvest WESERSTADIONs" zu arbeiten. Dieses Engagement zeigt sich unter anderem in der Einrichtung einer Arbeitsgruppe, die sich damit besch?ftigt, Handlungsstrategien in diesem Bereich zu entwickeln. Hier muss besonders hervorgehoben werden, dass diese AG auf Betreiben der Ultragruppierungen ?Infamous Youth“ und ?Racaille Verte“ entstanden ist und von dem Bündnis ?Stand Up gegen Rechts“ und dem Bremer Fan-Projekt Unterstützung erf?hrt.

Ein prim?res Ziel dieser Initiative ist, m?glichst vielen Fans und Sympathisant_innen von Werder Bremen in Bezug auf die tats?chliche Situation die Augen zu ?ffnen und auch Aufkl?rungsarbeit zu leisten: Vielen Stadionbesucher_innen scheint beispielsweise nicht bewusst zu sein, was einige Parolen und Lieder bedeuten, die bedenkenlos mitskandiert werden. Weitere Zielsetzungen sind das Bek?mpfen von rechten Tendenzen bei Jugendlichen, das Vernetzen mit anderen Projekten mit den gleichen Absichten sowie der Versuch, auf Institutionen einzuwirken (z. B. durch Schulungen des Ordnungsdienstes des "wohninvest WESERSTADIONs").

Die Anti-Diskriminierungs-AG hat sich am 31. M?rz 2008 im OstKurvenSaal des Bremer Fan-Projekts zum ersten Mal zusammengesetzt und findet seither regelm??ig einmal im Monat statt. Mehrere Erfolge konnte die Gruppe bereits verbuchen. Um Aktionen und die weitere Arbeit der Initiative zu finanzieren, hat das Fan-Projekt ?ffentliche Gelder beantragt und den Aktivpreis des Bündnisses für ?Demokratie und Toleranz“ erhalten. Die Fan-Arbeitsgruppe gegen Diskriminierung hat w?hrend der Integrationswoche ?Labskaus“ 2008 eine Veranstaltung mit dem Titel ?Die Kurven sind wei?. Warum sind Migrant_innen in den Fankurven unterrepr?sentiert?“ im OstKurvenSaal durchgeführt. Au?erdem gibt es regelm??ige Veranstaltungen zu den Themen Rechtsextremismus in der Fanszene, Homophobie, Gender und Sexismus, Rassismus und Antiziganismus. Die Gruppe bietet neben einem Informationsstand, der u. a. an Spieltagen aufgebaut ist, Aktionen, Flugbl?tter und weitere Materialien (z. B. Buttons, T-Shirts) zu diesen Themenschwerpunkten an und bildet ihre Mitglieder regelm??ig bei Fortbildungen weiter. Zudem werden eigene Workshops zum Thema Diskriminierung offeriert, die von allen Interessierten wahrgenommen werden k?nnen. Hinzu kommen themenspezifische Kurvenshows in der Bremer Ostkurve.

Anfang 2012 wurde die Wanderausstellung ?Ballarbeit“, die sich mit Migration im Fu?ball auseinandersetzt, von der Arbeitsgruppe in der Unteren Rathaushalle organisiert und durchgeführt.

Weitere Infos über die Anti-Diskriminierungs-AG findet ihr auf ihrer Homepage.

AOK-Gesundheitsblock

Werder Bremen m?chte das Stadionerlebnis jedes einzelnen Fans so positiv wie m?glich gestalten. Um dies gew?hrleisten zu k?nnen, gehen wir auch auf die gesundheitlichen Bedürfnisse unserer Zuschauer ein und haben den Block 112 in den "AOK-Gesundheitsblock" umfunktioniert. Hier ist das Rauchen grunds?tzlich nicht gestattet.

Hilfetelefon - Gewalt gegen Frauen

Jeden Tag erleben Millionen Frauen Gewalt – k?rperlich und psychisch. Doch gerade einmal 20 Prozent der Betroffenen wenden sich an Beratungs- oder Unterstützungseinrichtungen. Weil sie kein Vertrauen haben, dass ihnen jemand glaubt, weil sie Angst haben oder weil sie sich sch?men. Viele wissen einfach nicht, welche Anlaufstelle für sie die richtige ist. Genau hier setzt das bundesweite Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" an. Eine anonyme Beratung am Telefon, im Chat oder per E-Mail ist besonders niedrigschwellig. Die st?ndige Erreichbarkeit, die hohen Sicherheitsstandards, die mehrsprachige Beratung sowie der barrierefreie Zugang sollen von Gewalt betroffene Frauen dazu ermutigen, sich vertrauensvoll an das Hilfetelefon zu wenden und ihnen so den Weg zu professionellen Einrichtungen vor Ort ebnen.

Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" richtet sich an alle Frauen, die von Gewalt betroffenen oder bedroht sind – ganz gleich, ob die Gewalterfahrung in der Vergangenheit oder Gegenwart liegt. Darüber hinaus k?nnen sich auch Menschen aus dem sozialen Umfeld der Frauen jederzeit an das Hilfetelefon wenden, zum Beispiel Freunde und Verwandte, die  Gewaltbetroffene unterstützen wollen. Au?erdem richtet sich das Angebot an Fachkr?fte, die in ihrem Berufsalltag mit dem Thema Gewalt gegen Frauen in Kontakt kommen.

Das Beratungsangebot gilt unabh?ngig von sozialer und ethnischer Herkunft, Religion sowie sexueller Orientierung und Identit?t der hilfesuchenden Personen. Die Beratung erfolgt anonym, vertraulich, barrierefrei und mit Hilfe von Dolmetscherinnen in mehreren Sprachen. Die Beraterinnen vermitteln bei Bedarf an eine Unterstützungseinrichtung vor Ort. Auch unterstützende Bekannte, Angeh?rige und Fachkr?fte k?nnen sich an das Hilfetelefon wenden.

Das Hilfetelefon erreicht ihr telefonisch unter der:
08000 116 016

Weitere Infos findet ihr unter www.hilfetelefon.de, zudem liegt weiteres Info-Material hierfür im OstKurvenSaal des Fan-Projekt Bremen e.V. aus.

Queeres Stadion

Verbale Attacken, Schm?hges?nge, eindeutige Gesten – offene Diskriminierung gegenüber queeren Personen ist im Fu?ball immer noch Alltag. Auch prominente Fu?baller und Fu?ballerinnen wie Thomas Hitzlsperger oder Nadine Angerer, die ?ffentlich über ihre Homosexualit?t sprechen, haben daran bisher wenig ge?ndert. Daran, dass LGBTIQ-Fans im Stadion einen Platz finden, arbeiten verschiedene Organisationen in Bremen und bundesweit mit tollen Aktionen. Auch der SV Werder hat sich in diesem Bereich vielf?ltig stark gemacht. Als Beispiel hierfür ist der Aktionsspieltag "Wir sind Werder - wir sind bunt!" oder die Schirmherrschaft Dr. Hubertus Hess-Grunewalds beim CSD Bremen 2018 zu nennen. Im Folgenden findet ihr eine kleine übersicht von Organisationen, die sich aktiv gegen Homophobie und Sexismus stellen.

Green Hot Spots

Der Werderfanclub des Jahres 2012 "Green Hot Spots" wurde im Jahr 2009 gegründet und trifft sich regelm??ig in den R?umlichkeiten des Rat&Tat-Zentrum für queeres Leben. Auch bei Heim- und Ausw?rtsspielen sind Vertreter des Fanclubs immer dabei. Zudem nimmt der Fanclub h?ufig an Fan-Fu?ballturnieren teil. Die Hot Spots sind bei queeren, aber auch bei anderen Themen fanpolitisch aktiv und haben diverse Fanaktionen in- und au?erhalb des Stadions organisiert. Hierzu geh?ren unter anderem Podiumsdiskussionen oder Fanclub-St?nde, bei denen sie über LGBTI allgemein, aber auch über Homophobie im Fu?ball berichten. Ziel des Fanclubs ist es eine Sensibilit?t für den queeren Bereich zu schaffen, um diesen im Bereich des Fu?balls zu normalisieren. Des Weiteren wollen sie allen queeren Werderfans eine Heimat bieten. Infos und Kontaktm?glichkeiten zu den Green Hot Spots findet ihr auf ihrem Facebookauftritt.

Queer Football Fanclubs

Queer Football Fanclubs (kurz: QFF) ist ein Netzwerk europ?ischer schwul-lesbischer Fu?ball-Fanclubs, die zur Fu?ball-Weltmeisterschaft 2006 von den schwul-lesbischen Fanclubs aus Berlin, Stuttgart und Dortmund gegründet wurde. Es werden j?hrlich zwei Konferenzen abgehalten. Die Vereinigung arbeitet unter anderem mit dem Bündnis aktiver Fu?ballfans (BAFF), der Football Against Racism in Europe (FARE), Football Supporters Europe (FSE), der European Gay & Lesbian Federation und dem Deutschen Fu?ball Bund (DFB) zusammen oder ist Mitglied bei ihnen.

In den folgenden Jahren kamen immer mehr Fanclubs hinzu, die sich zu den Zielen des Netzwerkes bekennen. Auch die Green Hot Spots sind Teil des Bündnisses. Zurzeit setzt sich QFF aus 24 deutschen, drei schweizer und einem niederl?ndischen Fu?ball-Fanclubs zusammen. Seit 2013 ist es QFF gem?? Satzung erlaubt auch Anti-Diskriminierungs-Organisationen mit Schwerpunktarbeit Anti-Homophobie als Mitglied aufzunehmen. Als erstes wurde die Fan-Initiative “Fu?ballfans gegen Homophobie” Mitglied.

Für die Queer Football Fanclubs steht die Toleranz für gesellschaftliche Minderheiten im Fu?ball an oberster Stelle. Die QFF wenden sich gegen jegliche Diskriminierung, insbesondere aufgrund der sexuellen Orientierung. Es ist den QFF ein besonderes Anliegen, weitere Gründungen schwul-lesbischer Fanclubs zu f?rdern und diese bei der Integration in die jeweilige Fanszene zu unterstützen. Dies geschieht in einem vereinsübergreifenden Miteinander aller Mitglieder. Im Weiteren stehen die QFF zusammen für einen Meinungs- und Informationsaustausch zwischen den einzelnen Mitgliedsfanclubs und die Planung, Koordination und Durchführung von gemeinsamen, ?ffentlichkeitswirksamen Aktionen.

Weitere Infos und Kontaktm?glichkeiten über QFF findet ihr auf ihrer Homepage.

Fu?ballfans gegen Homophobie

Fu?ballfans gegen Homophobie hat sich am 09.04.2013 als eingetragener Verein gegründet. Der Zweck des Vereins ist die Bek?mpfung von Homophobie und Sexismus allgemein im Sport und im Speziellen im Fu?ball. Dabei ist die Ausrichtung der Arbeit insbesondere in der Fanarbeit zu sehen. Darüber hinaus wendet sich der Verein auch gegen alle weiteren Formen von Diskriminierung, wie z.B. Rassismus, Ableismus, Antisemitismus und Antiziganismus.

Die Abteilung Aktive Fans des Fu?ballvereins Tennis Borussia Berlin schickt hierfür in Kooperation mit dem Projekt Soccer Sound des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg ein Banner auf die Reise zu Vereinen, in Fankurven und zu Fu?ballprojekten in ganz Deutschland. Auch in Bremen war das Banner bei mehreren Spielen in der Kurve zu sehen. Auftakt der Aktion waren die Respect Gaymes am 4. Juni in Berlin.

Weitere Infos und Kontaktm?glichkeiten über Fu?ballfans gegen Homophobie findet ihr auf ihrer Homepage.

Rassismus, Diskriminierung, rechte Sprüche?

Gem?? unseres Ethik-Kodex` sowie der Stadionordnung des "wohninvest WESERSTADIONs" stehen wir mit euch gemeinsam dafür ein, dass alle Fans im Stadion bestm?glich zu einer bunten, lautstarken und positiven Atmosph?re im Sinne der Unterstützung unserer Mannschaft beitragen k?nnen und hierbei natürlich Diskriminierungen und Rassismus keinen Platz finden. Der SV Werder Bremen steht – wie seine Fans – für diese Werte ein und bittet darum, bei diskriminierenden oder rassistischen Vorf?llen im und am Stadion um eine kurze - auf Wunsch anonyme - Meldung an den SV Werder Bremen. Wir werden uns umgehend mit der Situation befassen und aktiv werden.

Hierzu steht euch folgender direkter Kontakt zum Verein bereit, an den ihr euch per Anruf an Heimspieltagen wenden k?nnt: 0421-434594000

Wir bitten alle aufmerksamen Fans, dieser Empfehlung zu folgen oder in akuten Bedrohungslagen einen Mitarbeiter unseres Ordnungsdienstes anzusprechen. Werdet nicht selbst aktiv! überlasst uns die Verantwortung, mit derartigen Situationen in unser aller Sinne bestm?glich umzugehen. Vielen Dank!

Refugees Welcome!

Logo wurde von Werder-Fans erstellt

Immer mehr Menschen flüchten aus Krisengebieten nach Deutschland. Auch die Stadt Bremen diskutiert seit 2013 vermehrt über Hilfsm?glichkeiten für Flüchtlinge. In 2015 kamen 10.274 Geflüchtete und weiter ca. 2.500 unbegleitete Minderj?hrige nach Bremen. Der SV Werder setzt sich mit seinem Partner REFUGIO für die Hilfe für Flüchtlinge und asylsuchende Menschen in Bremen ein. Werders CSR-Marke WERDER BEWEGT - LEBENSLANG erm?glicht es einer Vielzahl junger Menschen, eine sportliche Heimat zu finden - als Sportler und als Trainer.

Auch im "wohninvest WESERSTADION" wollen wir eine Willkommenskultur für Flüchtlinge schaffen. Gemeinsam mit der Antidiskriminierungs-AG stellen wir an jedem Spieltag 30 Tickets für Flüchtlingsprojekte zur Verfügung. In diesem Kontext sind wir besonders auf unsere Fans stolz. Auf den Tribünen des "wohninvest WESERSTADIONs" erlebt man starke Emotionen in Grün-Wei?, aber auch immer eine angenehme Atmosph?re. Fairness, Toleranz und Rücksicht aufeinander zu nehmen, ist für die allermeisten Werder-Fans ganz selbstverst?ndlich. Mehr noch: Unsere Fans haben in der Vergangenheit wiederholt intolerantes und gewaltt?tiges Verhalten unter Fu?ballfans in Deutschland ?ffentlich kritisiert - mit eindeutig formulierten Transparenten in der Ostkurve, Beitr?gen in Fanzines oder im Internet. Diese Fankultur kommt aber nicht von ungef?hr - unsere Fans haben sie selbst geschaffen und sorgen aktiv dafür, dass es dort, wo grün-wei?e Fans Stimmung machen, tolerant und friedfertig zugeht.

Verbot von Kleidungsmarken mit Bezug zur rechten Szene

Bei Spielen im "wohninvest WESERSTADION" herrscht durch das Hausrecht von Werder Bremen das Verbot von Bekleidungsmarken mit direktem Bezug auf die rechtsextreme Szene, z.B. Thor Steinar, sowie rechtsextremer Symbole und Tattoos (siehe Stadionordnung).

Welche Symbole dies beinhaltet findet Ihr auf dem Plakat Das sieht verboten aus.

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